Kein Platz für Sexismus

10 Dez. 2021

Ausgangslage

Gemeinsam mit dem aha – Tipps und Infos für Junge Leute Liechtenstein und der Infra - Informations- und Beratungsstelle für Frauen in Liechtenstein, hat der Mädchen*treff Queens am 15. September 2021 eine Aktion gegen Sexismus im Rahmen der interregionalen Kampagne «Kein Platz für Sexismus» geplant und durchgeführt.

 

Ziel

Mit der Auftaktaktion «Kein Platz für Sexismus» soll die liechtensteinische Bevölkerung auf Sexismus aufmerksam gemacht und aufgeklärt werden.

 

Durchführung

Über eine Online-Umfrage wurden unterschiedliche sexistische Sprüche gesammelt, die Liechtensteiner*innen (die meisten davon Frauen) im öffentlichen Raum schon zu hören bekommen hatten. Um auf die Problematik hinzuweisen, wurde ein Teil der gesammelten Sprüche auf Bodenkleber gedruckt und auf den Boden am Busbahnhof  Schaan geklebt. Zudem konnten Jugendliche und Interessierte vor Ort ihre eigenen Erfahrungen teilen und selbst erlebte sexistische Sprüche mit Sprühkreide auf den Boden sprühen. Mit dieser Aktion sollten Passant*innen auf Sexismus aufmerksam gemacht werden. Anhand eines QR-Codes auf den Bodenklebern gelangen sie auf die Seite www.sexismus.li, auf der neben Informationen über Sexismus und sexistische Belästigung auch weiterführende Informationen zum Projekt zu finden sind. Mit Sofas, Infoflyern und Sprühkreide waren alle Interessierten ab 17 Uhr zum gemeinsamen Verweilen eingeladen. Während der Aktion kamen einige Leute vorbei, mit denen die beteiligten Jugendlichen und die Mitwirkenden ins Gespräch kamen und über Sexismus diskutieren konnten.

 

Rückmeldungen

Die Sprüche und die Bodenkleber waren nach der Aktion noch einige Wochen auf dem Boden am und rund um den Postplatz zu sehen. In dieser Zeit gab es immer wieder Auseinandersetzungen über die Sprüche im Jugendtreff und während der aufsuchenden Jugendarbeit. Viele waren irritiert und beschäftigten sich dadurch mit den verschiedenen Formen, die Sexismus annehmen kann. Rückmeldungen von älteren weiblichen Jugendlichen fielen durchwegs positiv aus: Sie fühlten sich in ihrer Wahrnehmung bestätigt und konnten offen mit den Jugendarbeitenden ins Gespräch über Sexismus kommen.