Mein Name ist Julia Eberle, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Triesen. Letzten Sommer habe ich meine Lehre als Gärtnerin abgeschlossen. Das Gärtnern wurde während meiner Lehre auch zu meinem Hobby. In meiner Freizeit lebe ich mich kreativ in der Küche aus, sei es beim Kochen oder beim Backen. Ich bin auch gerne sportlich aktiv.
Seit ich etwa 15 Jahre alt war, wollte ich ein Praktikum in der Offenen Jugendarbeit in Liechtenstein absolvieren. Dieser Wunsch hat sich in meiner Jugend entwickelt, da ich selbst regelmässig einen Jugendtreff besuchte und dort in viele Projekte involviert war. Später, mit etwa 19, habe ich auch freiwillig im Jugendtreff ausgeholfen.
Im September 2025 wurde mein Wunsch wahr und ich konnte ein einjähriges Praktikum bei der OJA Offene Jugendarbeit Liechtenstein beginnen. Von Anfang an habe ich mich im Team sehr wohlgefühlt. Ich wurde herzlich aufgenommen und schnell integriert.
Meine zwei Hauptstandorte sind Balzers und Planken, doch ich helfe auch an anderen Orten aus, wo ich gebraucht werde. Genau das gefällt mir an diesem Praktikum besonders gut: Man bekommt Einblicke in sehr viele unterschiedliche Bereiche. Jeder Jugendtreff ist anders, und durch das Mitarbeiten in verschiedenen Teams der OJA, die Teilnahme an Projekten und die Planung von Events gewinnt man einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit Jugendlichen.
In Balzers und Planken sind die Jugendlichen sehr freundlich und aufgeweckt. Sie haben mich an beiden Orten herzlich aufgenommen. In Planken fand ich es sehr schön zu sehen, dass die Jugendlichen einen guten Zusammenhalt haben. An den Jugendlichen in Balzers schätze ich ihre Offenheit für Neues und ihre herzliche Art.
In beiden Standorten fühle ich mich mittlerweile richtig zuhause. Am Anfang war es manchmal herausfordernd, herauszufinden, wie ich mit den Jugendlichen ins Gespräch komme oder gemeinsame Themen finde. Ich musste über meinen Schatten springen etwa, wenn sie mir das Gamen oder andere Dinge beigebracht haben.
Da ich über meinen Schatten gesprungen bin und den Mut gefasst habe, die Jugendlichen besser kennenzulernen, durfte ich bereits viele schöne Momente erleben: tolle Gespräche, gemeinsame Erfahrungen und das Gefühl, dass es die Jugendlichen freut, mir etwas beizubringen oder zu erklären. Das bedeutet mir sehr viel.
Besonders schön finde ich auch, wie viel Raum ich bekomme, eigene Ideen umzusetzen und mich einzubringen. So habe ich zum Beispiel in Balzers einen Spieleabend mit Brettspielen und Kartenspielen organisiert, der am 15. November im Scharmotz stattfand. In den verschiedenen Räumen lagen zahlreiche Spiele bereit, und in der Küche gab es leckere Snacks für alle. Gestartet haben wir mit ein paar Runden Werwölfe. Ein Highlight war die italienischen Spielkarten, die Giacomo mitbrachte und mit denen er uns ein traditionelles Kartenspiel beibrachte – eine tolle Gelegenheit, etwas Neues kennenzulernen. In einem anderen Raum wurde Schach gespielt. Ganz zum Schluss haben wir noch gemeinsam FIFA gezockt. Die Stimmung war durchgehend gut und der Scharmotz blieb eine halbe Stunde länger geöffnet. Das kam bei den Jugendlichen richtig gut an und hat auch mir grosse Freude gemacht.
Auch bei grösseren Events durfte ich bereits mithelfen, wie etwa bei „BandXOst“. Das war eine sehr spannende und schöne Erfahrung, wenn auch anstrengend – vor allem, wenn der Abend lang wird und man am nächsten Tag wieder arbeitet. Trotzdem überwiegt das Positive.
Heute bin ich mir sicher, dass ich auch in Zukunft gerne in diesem Beruf arbeiten möchte. Das Praktikum hat mich bestärkt, eine entsprechende Ausbildung zu machen.
