Am Abend des 21. März fand im Jugendtreff Camäleon in Vaduz die Abschlussveranstaltung der Aktionstage gegen Rassismus statt. Organisiert wurde der Anlass von der Offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, dem aha und dem Amt für Soziale Dienste. Unter dem Motto «Alle anders, das sind wir» wurde seit dem 13. März mit verschiedenen Aktionen im ganzen Land auf das Thema aufmerksam gemacht. Zum Einstieg machte Rahel Schatzmann deutlich, dass solche Aktionstage auch in Zukunft weitergeführt werden sollen, ein wichtiges Zeichen für die nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema. Regierungsrat Emanuel Schädler knüpfte in seinem Beitrag an seine kürzliche Reise nach New York an und zeigte auf, wie stark Vielfalt eine Gesellschaft prägen kann. Besonders hängen blieb dabei der Gedanke, dass Veränderung nicht irgendwo „im Grossen“ beginnt, sondern im eigenen Umfeld. Nach einem kurzen Film, in dem Jugendliche ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus schilderten, wurde das Thema in einer Podiumsdiskussion weiter vertieft. Die unterschiedlichen Perspektiven aus Schule und Jugendarbeit, machten deutlich, wie vielschichtig Rassismus ist. Gleichzeitig wurde auch angesprochen, dass viele Formen eher subtil auftreten und deshalb oft schwer zu erkennen sind. Ein zentraler Punkt war die Rolle der Selbstreflexion. Die Aussage, man müsse sich „selbst auf die Finger schauen“, bringt gut auf den Punkt, dass es nicht nur um gesellschaftliche Strukturen geht, sondern auch um das eigene Verhalten im Alltag. Gerade in der Jugendarbeit zeigt sich zudem, dass viele Betroffene ihre Erfahrungen nicht offen ansprechen, was den Umgang mit dem Thema zusätzlich erschwert. Nach der Podiumsdiskussion sorgte die Band «Doranku» mit ihrer Musikeinlage für gute Stimmung beim anschliessenden Apéro.
Insgesamt wurde an diesem Abend deutlich, dass Bildung, Austausch und Offenheit zentrale Faktoren sind, um langfristig etwas zu verändern. Auch wenn es oft nur kleine Schritte sind, sie bilden die Grundlage für ein respektvolleres Miteinander.
