Vor zwei Jahren haben die damaligen OJA-Mitarbeiterinnen Elisabeth Müssner und Nicole Ospelt gemeinsam mit Morgana Jäger das Mädchenprogramm ins Leben gerufen. Von diesem ursprünglichen Team ist heute nur noch Morgana dabei; neu hinzugekommen sind Nina, Vera und Priscila. Ohne die engagierte Mitarbeit und grosse Unterstützung unserer Praktikantinnen hätten wir das Programm nicht in dieser Form umsetzen können.
Die Mädchenarbeit ist ein fester Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Sie schafft einen Safe Space, in dem Mädchen ihre Identität entwickeln, Rollenbilder reflektieren und ihr Selbstbewusstsein stärken können.
Die Idee ist, ein Programm ausschliesslich für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren aus Ruggell, Gamprin, Schellenberg, Eschen und Nendeln anzubieten. Die Programmpunkte werden anhand ihrer Bedürfnisse gestaltet. Um ein vielfältiges Angebot sicherzustellen, kombinieren wir traditionelle Feiern (wie Fasnacht und Weihnachten) mit spezifischen Aktivitäten wie der Übernachtung im Jugendtreff, Kursen und Ausflügen.
In diesem Jahr konnten wir 144 Besucherinnen begrüssen – im ersten Jahr waren es 90. Das Angebot wird sehr gut angenommen; in der Regel bleiben die Mädchen rund zwei Jahre bei uns, bis zum zweiten Jahr der weiterführenden Schule. In dieser Zeit entstehen neue Freundschaften, und die Teilnehmerinnen lernen verschiedene Jugendtreffs kennen – bisher waren wir in Ruggell, Schellenberg und Eschen.
In diesem Jahr boten wir erstmals ein spezielles Programm für Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren an. Leider gab es für diese Angebote keine Teilnehmerinnen.
Die Kooperation zwischen Ruggell und Eschen ermöglicht uns eine ressourcenorientierte Arbeitsweise: Bei jeder Veranstaltung sind zwei Jugendarbeiterinnen anwesend, und die Kosten werden gleichmässig geteilt. Dadurch können wir auch kostenintensive Kurse realisieren, beispielsweise den Selbstverteidigungskurs.
Wir blicken stolz auf die vergangenen zwei Jahre zurück und bedanken uns herzlich bei unseren Mädchen, ihren Eltern sowie den Gemeinden Ruggell, Gamprin, Schellenberg und Eschen-Nendeln für ihre Unterstützung und ihr Verständnis. Zugleich freuen wir uns besonders auf ein spannendes Jahr 2026.
